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Ausstellungen

Andreas von Ow

  • Ausstellung: VON WO
  • Ausstellungsdauer: 9. Mai bis 7. Juni 2026
  • KünstlerInnen: Andreas von Ow


Eröffnung am Samstag, den 9. Mai 2026 um 18 Uhr.
Zur Einführung um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Christian Berger, Professor für Kunstgeschichte an
der Universität Siegen.

Whiteroom Talk-Event am Samstag den 30. Mai 2026 ab 16 Uhr. Es findet um 17 Uhr die Lecture-Performance #Sichtfelder/#FieldsOfView des Künstlers statt. Darauf folgt ein Künstlergespräch zwischen Andreas von Ow und Mathilde Heitmann-Taillefer, Kunsthistorikerin und Kuratorin am Museum Folkwang, Essen.

Finissage am Sonntag den 7. Juni von 11 - 14 Uhr.

Der Künstler wird den Raum des MMIII und die Umgebung während seiner Ausstellungszeit als Arbeitsort nutzen und Interessierte mitnehmen. Offenes Atelier MMIII nach telefonischer Vereinbarung // Fon: 01729206116, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Andreas von Ow) // Fon 0173 9114494 (Klaus Schmitt), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Andreas von Ow wird für den Kunstverein MMIII eigens Installationen mit Arbeiten schaffen, die im Kunstverein und seiner Umgebung aber auch anderenorts ihren Ursprung haben können: er erforscht sein näheres Umfeld und entnimmt ihm Farben, die ihm interessant erscheinen. In aufwendigen Prozessen wird das unterschiedlichste farbgebende Material zu Malfarbe weiterverarbeitet und auf dem Erscheinen seiner Couleur zuträglichen Bildträgern verdichtet. Diese Farbmalereien sind oft Bestandteil derjenigen Farbräume, in denen sich Andreas von Ow lokal aufhält. Sie sind farbtopographische Bestandsaufnahmen und gleichzeitig eigenständige Malereien mit Farbe und seinem Material als Bildsubjekt. Arbeiten aus unterschiedlichen Werkreihen kommen hinzu, die sich fortlaufend entwickeln und in der Gegenüberstellung die Materialität von Farbe, aber auch von Zeit, verdeutlichen.

Es entsteht eine Art poetischer Materialismus: der Herstellungsprozess, die Farbe und ihr Material werden selbst zum Bestandteil und Thema der Wahrnehmung und der Malerei sowie zur Reflexion der Umgebung - die Arbeiten ermöglichen ein „authentisches Sichtbar-Werden“ (Volker Bauermeister).

Er wird die Gegend in und um den MMIII genauer unter die Lupe nehmen und augenfälliges Farbmaterial ausprobieren. Die Textilgeschichte Mönchengladbachs, das Färbetechnikwissen aber auch die Brachen im Industriegebiet, in dem der Kunstverein liegt, mit ihren Pionierpflanzen, sind willkommene Quellen. Bei PANCOLORAMA (Mönchengladbach, Farbexpedition) werden Farbmaterialsammeltouren auch mit interessierten Teilnehmenden (nach Voranmeldung) in der Umgebung gemacht.

Die Ausstellung im MMIII wächst also weiter.

Ausgangspunkt bei seinen PANCOLORAMA-Touren ist die Frage, zu welchen Farben er vor Ort gelangt. Dialogisch angelegte Farbentdeckungstouren mit Interessierten durch die Region öffnen quasi das Atelier und sollen zu Experimenten mit Gefundenem und Gesammeltem und Erfahrungsaustauschen damit einladen. Das eigene Farbsehen steht dabei im Fokus: Was sind potentielle Farbgeber? Welche Geschichten und welches potenzielle Wissen stecken dahinter? Was enthält welche Pigmente oder Farbstoffe, offensichtlich oder nicht offensichtlich? Was, wie und warum verführt uns seiner Farb- und Oberflächeneigenschaften wegen?...

So ergeben sich Wanderrouten durch vorhandenes Wissen, Vorahnungen, Vermutungen und Sehgewohnheiten. Der Blick auf Farbe als Bildsubjekt und auf die eigene, vermeintlich gewohnte Umgebung bekommen dabei gleichsam neue Perspektiven.

Andreas von Ow, geb. 1981 in Freiburg, studierte von 2006-12 an der Akademie in Karlsruhe bei AK Schulze, Günter Umberg, Reiner Splitt und Tatjana Doll. Er lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf. www.andreasvonow.com

Die Ausstellung wird gefördert von

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Josephine Garbe

  • Ausstellung: Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren.
  • Ausstellungsdauer: 14. März bis 19. April 2026
  • KünstlerInnen: Josephine Garbe


Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren.

Josephine Garbe (*1991, Berlin) zeigt in ihrer Ausstellung „Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren.“ Zeichnungen, skulpturale Arrangements und bewegte Bilder.
Zwischen Zähnen und Murmeln, realen Orten und fiktiven Momenten entspinnen sich spielerisch innere Welten und öffnen einen Raum sich zu erinnern. Es sind Beobachtungen von Körpern und Körperlichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmung, sowie sozialen und inneren Gefügen, die sich in einer Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Gegenwart befinden.
In einer eigens für die Ausstellung und den Ort entwickelten Ausstellungsarchitektur verbinden sich die einzelnen Arbeiten und ergeben ein temporäres Ganzes, das Geschichten erzählt. Das Ausstellungsdesign ist in Kooperation mit dem in Berlin lebenden Künstler Jonas Habrich (*1992, Mönchengladbach) entstanden.

„Ein Hohlraum ist mein Mund, Zunge und Zähne sind verloren im Wasser.
Alle Poren öffnen sich und die Haare meines Kopfes wachsen in der Leere.
Sie sind meine Gedanken.
Mein Mund ist nun eine Schale, gefüllt mit Haaren. Lippen verschließen alles zum Schutz.
Ich binde Haare zu Zöpfen. Aus Zöpfen werden Knoten, aus denen Knospen quillen.
Im Zwischenraum, zwischen Haaren und Knoten, Knoten und Knospen, leben Geister.
Geister öffnen Lippen.
Innen erscheint Außen und Leere füllt die Schale.
Vor den Lippen die Masse, die nach vorne treibt.
Vorübergezogen sind die Knoten. In den Haaren die Knospen, die blühen.
Aus den Blüten steigt die Lunge empor.
In der Welle ihrer Bewegung fallen Zähne aus ihr heraus.“

Josephine Garbe / 2026

Josephine Garbe lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Thomas Rentmeister und Björn Dahlem und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Franka Hörnschemeyer studiert. Bei ihr hat sie als Meisterschülerin abgeschlossen.

Eröffnung am Samstag, den 14. März 2026 um 18 Uhr. Zur Einführung um 19 Uhr spricht Lucy Degens, Kuratorin für Gegenwartskunst / Sammlung Grafik, Kunstmuseum Bonn.

Whiteroom Talk-Event und Finissage am Sonntag, den 19. April 2026 von 11–14 Uhr. Es findet um 12 Uhr ein Künstlergespräch zwischen Josephine Garbe und Diana Nowak, Kunsthistorikerin, Berlin statt.

Ausstellungsansichten

Fotos: Tim Szalinski (Ausstellungsansicht MMIII, 2026), © Josephine Garbe
  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Eg 1956

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Eg 1869

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Eg 1878

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1881

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1884

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1893

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1898

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1900

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1910

  • MMIII Kunstverein 2026 Garbe Og 1923

Die Ausstellung wird gefördert von

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Laura Heyer

  • Ausstellung: Dreiklang der Gosse
  • Ausstellungsdauer: Samstag 24.1.2026 / Einlass: 19.30 Uhr
  • KünstlerInnen: Laura Heyer


Auf dem Weg zu einem Bewerbungsgespräch im Kunstpalast in Düsseldorf begab sich die Künstlerin Laura Heyer auf einen kleinen Umweg durch die Düsseldorfer Altstadt und da geschah es: Eine Taube war gerade munter auf dem Weg in eine Seitengasse, als sie von einem weißen Transporter überfahren wird. Ein ohrenbetäubender Knall, der Brustkorb der Taube geplatzt. Nichts passiert. Niemanden interessiert’s.

Ein weiteres Ereignis: Die Künstlerin saß abends betrunken auf einer Schaukel auf einem Spielplatz irgendwo in einem Wohngebiet in Mönchengladbach. Sie stürzte in einen tiefen Monolog, aus dem urplötzlich ein Dialog wurde mit etwas, das man in solch einem fragwürdigen Zustand nicht anders nennen kann als “Gott!?”. Darauf folgten ein absurdes Gedankenspiel und die folgenden Worte auf einem Blatt Papier: “Gott ist ein Trinker! Ein nasser Klumpen am Tresen des Lebens. Ein schwitzendes Herz. Voll und überdrüssig.”

Was aus diesen zwei Ereignissen entstand, ist das multimediale Spektakel und die von Ratten und Tauben angeführte Glaubensgemeinschaft “Dreiklang der Gosse”.

Gemeinsam mit Lichtkünstler „Additive“ aka Henry Skibbe, Musiker und Soundkünstler Axel Pulgar aus Buenos Aires und Künstler Johannes Post ist ein genredurchbrechendes Stück entstanden, das auf absurde und teils unverschämte Art und Weise mit der menschlichen Existenz und ihren Ausuferungen abrechnet. „Die Dinge auf die Spitze treiben“ ist dabei nicht nur Stilmittel, sondern gewählte Methodik.

Die Kostüme wurden von Katja Stegemann-Jungbluth entworfen und realisiert. Das Grundgerüst der Protagonisten wurde von Axel Heyer konzipiert und umgesetzt.

Auf beinahe kindische Art und Weise wird ein Rahmen geschaffen, in dem Eskalation nicht ausgeschlossen ist. Unter dem Motto „Mal schauen, was passiert“ ist es wie für Heyers Arbeiten üblich eigentlich unmöglich, sich in die anonyme Bequemlichkeit des Zuschauens zurückzulehnen. Das Publikum wird zu Zeug*innen und von da aus entwickelt es seine Form zu etwas Unvorhersehbaren. Künstler*innen, Publikum und Raum verschmelzen genauso wie Realität und Fiktion.

Das Stück setzt sich spielerisch mit Protestkultur & Ressourcenverteilung auseinander, , versucht den Prozess der persönlichen Radikalisierung nachzuvollziehen und thematisiert das Verlangen nach Spiritualität in einer zunehmend materialisierten und kapitalistischen Welt. Es beleuchtet die Realität und Bedeutung Ausgestoßener und Vertriebener. Dabei wird hinterfragt, ab wann ein Mensch ein Mensch, ab wann ein Tier ein Tier und ab wann ein Gott ein Gott ist. Die Machtlosen entscheiden darüber, wie Macht verteilt wird. Das Ende möglicherweise unvorhersehbar. Aktivist*innen und Weltverbessernde werden auf die Probe gestellt.

Wo werden persönliche Grenzen gesetzt? Wo wird Verantwortung übernommen? Wo beginnt und wo endet Aktivismus? Und was ist, wenn die Diskrepanz zwischen unterschiedlichen Lebensverhältnissen, zwischen Utopie und Dystopie möglicherweise niemals überwunden werden kann?

Der Dreiklang der Gosse sticht in die Wunde einer ganzen Generation. Nämlich derer, die diesen gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen nicht mehr entkomme können.

Was ist die gottverdammte Konsequenz?
Die Aufführungen finden am 22.11. im Kunstverein MMIII in Mönchengladbach und am 28. Und 29.11. in den Räumen des Kunstvereins 35 Blumen e.V. in Krefeld statt.

Am 24.01.2026 findet noch eine weitere Veranstaltung im Kunstverein MMIII statt.

Gefördert wurde das Projekt über den Diversitätsfonds vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft und vom Kulturbüro Mönchengladbach.

Die Ausstellung wird gefördert von

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Econore

  • Ausstellung: Konzert präsentiert von Econore
  • Ausstellungsdauer: Samstag 1.11.2025 / Einlass: 19.30 Uhr
  • KünstlerInnen: Giulio Erasmus & The Infinite Worm (dub/postpunk/Brüssel) und Liegenaar (experimental duo/Antwerpen)


Giulio Erasmus

The Manchester-born, Brussels-shaped Giulio Erasmus plays with time, space, era, and the words that weave it all together.
After two solo records released on Mangel Records & Absolute Fiction (plus a freshly unveiled live album from Meakusma 2024), he now - joined by the quintet The End of The Worm - presents his new offering: Hard Sell.

A redigestion of forty years of underground English culture, collided by the urgency and freedom of Brussels' new wave; Hard Sell is an exploration led by a bassline that acts like a compass - around which swirl whispers, cut-ups, abstractions, percussion bursts and sudden clearings.
Together they shape a quiet narration, murmuring possible futures, indifferent to any of their consent.

https://disquesdelaspirale.bandcamp.com/album/hard-sell


Liegenaar

LIEGENAAR is an experimental improvisation duo from Antwerp. Their practice takes on different forms reaching from noise performances and sound installations to food art.

With an ever-changing set-up they construct an atmosphere that is both welcoming and hostile at the same time. They are interested in using a variety of lo-fi techniques and sound sources like tape recordings, diy electronics and found objects. This results in a mixture of murky vocalizations layered upon dissonant drones glued together with handmade and manipulated instruments carefully beaten to pulp.

Liegenaar is a (childish) corruption of the word liar. It is an accusation that is rendered harmless by the naivety that creeps into it.

https://liegenaar.bandcamp.com

Die Ausstellung wird gefördert von

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Franziska Holstein und Roman Lang

  • Ausstellung: MRLS
  • Ausstellungsdauer: 25. Oktober bis 9. November 2025
  • KünstlerInnen: Franziska Holstein und Roman Lang


Abbildung oben: Franziska Holstein, Detail aus o. T. (M4), Acryl auf Leinwand, 140 x 100 cm, 2024, (Repro: Uwe Walter)
Abbildung unten: Roman Lang, Testanstrich, Atelier

Die Ausstellung wird eine Gegenüberstellung von zwei flächendeckenden abstrakten Malereien auf den beiden 4x16m grossen Wänden des MMIII Kunstvereins.

Im Kontext der Ausstellung findet ein Konzert von Giulio Erasmus und The End of Worm statt. (Kurator: Julian Flemming / Econore)

Abbildung: Franziska Holstein, o. T. (WM 5, 2025), 262 × 370 cm, Dispersionsfarbe auf Wand, Installationsansicht Galerie ASPN, Leipzig, 2025, Repro Thomas Xaver Dachs

Lars Wolter, der selbst konsequent abstrakt arbeitet und schon viele grosse Wandmalereien realisiert hat, lädt für diese Gegenüberstellung die Künstlerin Franziska Holstein aus Leipzig und den Künstler Roman Lang aus Düsseldorf ein.

Franziska Holstein (geb.1978) lebt und arbeitet in Leipzig. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Prof. Arno Rink und ist Meisterschülerin von Neo Rauch. In diesem Jahr erhielt sie den Alexej-von-Jawlensky-Förderpreis und realisierte 2 zwei grosse Wandmalereien im Museum der Bildenden Künste Leipzig. Sie arbeitet prozessual, kombiniert dabei Intuition und Reflexion. Ihr Werk ist abstrakt, seriell und mit zahlreichen innerwerklichen Bezügen.

Roman Lang (geb. 1976) lebt und arbeitet in Düsseldorf und Belfast. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschüler von Prof. Ben Willikens und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen institutionellen Ausstellungen gezeigt, jüngst z.B. auch im Kunstpalais Erlangen und im IKOB Museum für zeitgenössische Kunst in Eupen und im Verein für aktuelle Kunst Ruhrgebiet in Oberhausen (Abb.) In seiner Arbeit beschäftigt sich Roman Lang mit dem Hinterfragen von vorherrschenden Machtsystemen, tradierten Vorstellungen und Blickkonventionen im Kulturbetrieb, indem er bewusst Irritationen in seine malerischen Bildsysteme integriert und oft auch auf den angrenzenden Raum erweitert.

Abbildung: Franziska Holstein, o. T. (WM 5, 2025), 262 × 370 cm, Dispersionsfarbe auf Wand, Installationsansicht Galerie ASPN, Leipzig, 2025, Repro Thomas Xaver Dachs

Die Ausstellung wird gefördert von

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Daniel Schubert

  • Ausstellung: Werkstoff
  • Ausstellungsdauer: 13. September bis 12. Oktober 2025
  • KünstlerInnen: Daniel Schubert


Abbildung: Daniel Schubert

Liebe KunstfreundInnen,

die Ausstellung wird am Samstag, den 13. September 2025 um 18 Uhr eröffnet.
Zur Einführung um 19 Uhr spricht Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter, Kunsthistorikerin.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe MG+ zeigt der MMIII Kunstverein die Arbeiten des Malers Daniel Schubert. Geboren 1984 in Mönchengladbach und wohnhaft in Düsseldorf, verbindet Schubert in seinem Werk meisterhafte Technik mit subtiler Spielerei mit Licht und Farbe. Durch den gezielten Einsatz von Transparenz, Schichtaufbau und manchmal auch durch das Bemalen der Rückseite der Leinwand schafft Schubert Werke, die bei unterschiedlicher Betrachtungsweise variieren und so eine wahrlich zeitlose und sinnliche Erfahrung ermöglichen. Seine Kunst lässt stellenweise an die Technik des Trompe-l’œil erinnern, doch zielt sie auf eine Erweiterung der klassischen Malerei ab, indem sie mit Ebenen, Licht und Schatten spielt und so eine vielschichtige, fast meditative Atmosphäre erzeugt. Schuberts Werk lässt sich als zeitgenössische Reflexion über die Grenzen und Möglichkeiten der Malerei verstehen, die in bester Weise in der Tradition wurzelt und von dort aus neue Wege beschreitet.

Der Titel „Werkstoff“ rückt in dieser Ausstellung in den Vordergrund, was oft übersehen wird: das Material als Grundlage des Sichtbaren. In den Bildern von Schubert ist der Werkstoff nicht nur Träger, sondern Ursprung – Leinwand, Holz, Farbe, Malmittel, aber auch Licht, Stille und Zeit. Was sich zeigt, entsteht nicht durch Abbildung, sondern durch eine konzentrierte Herausbildung – ein Prozess, in dem die Substanz selbst zur Sprache kommt.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Samstag, den 11. Oktober 2025 um 18 Uhr der Whiteroom mit Artist Talk und um 19.30 Uhr ein akustischer Dialog mit Riad Nassar statt.

Zur Finissage begrüßen wir Sie gerne am Sonntag, den 12. Oktober 2025 von 11 bis 14 Uhr.

Öffnungszeiten vom 13. September bis 12. Oktober 2025:
Sonntags von 11 bis 13 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Schmitt und Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter
Vorstand MMIII Kunstverein Mönchengladbach e.V.

Die Ausstellung wird gefördert von

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Christian Helwing

  • Ausstellung: TTX
  • Ausstellungsdauer: 28. Juni bis 31. August 2025
  • KünstlerInnen: Christian Helwing


Abbildung: Christian Helwing „cruX“, Stadtgalerie Künstlerhaus Lauenburg, 2023, VG Bildkunst

Die Kunst von Christian Helwing entsteht immer aus der Recherche vor Ort. Dementsprechend wird er für den MMIII Kunstverein Mönchengladbach eine ortsspezifische Intervention an der Schnittstelle von Kunst und Architektur entwickeln, in der die formalen, architektonischen, historischen und sozialen Parameter des post-industriellen Ausstellungsraumes zu seinem Arbeitsmaterial werden. 

Tatsächlich durchmisst Christian Helwing mit einer zeichenhaften Formation aus schwarz gefassten, balkenartigen Paneelen die konstruktiven Strukturen der postindustriellen Halle des Kunstvereins und fügt diesem eine klar gefasste modulare Struktur ein. Dabei geht es ihm in erster Linie um die körperliche Anwesenheit der Betrachter:innen im Raum und die dadurch gegebenen besonderen ästhetischen Erfahrungen – um ein „Mass nehmen im Raum“ und ein „Neu-Definieren der Laufwege“. Dies eröffnet einen Prozess der kritischen Revision der eigenen Verhaltensweisen auf intuitiver und reflektierter Ebene, wobei sich diese beiden Formen der Erkenntnis nicht hierarchisch gegenüberstehen, sondern miteinander verschränken. Dabei ist die Architektur kein statisches Gebilde, sondern ein zeichenhaftes System, welches sich verändern und interpretieren lässt.

Abbildung: Christian Helwing „East“, im Rahmen von (B)east!, Kunsthalle Krems, 2021, VG Bildkunst

Christian Helwing, geb.1969, lebt in Osterode im Harz. Er studierte von1998 bis 2005 in Hannover und Bremen und machte seinen Abschluss als Meisterschüler von Yuji Takeoka.

Ausstellungen und Projekte: Künstlerhaus Lauenburg (2023), Kunsthalle Krems (2021), Salvatorkirche Prag 2016, Gerhard-Marcks-Haus Bremen (2015), Arsenals, National Museum of Art Riga (2013), Kunstverein Hannover (2010), Kunstverein Ruhr Essen (2009) (Auswahl).

Ausstellungsansichten

Fotos: Christian Helwing (Ausstellungsansicht MMIII, 2025), VG Bildkunst

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 1

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 2

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 3

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 4

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 5

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 6

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 7

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 8

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 626

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 652

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 658

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 673

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 634

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 685

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 637

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 687

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 692

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 702

  • MMIII Kunstverein 2025 Helwing 703

Die Ausstellung wird gefördert von

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MMIII Kunstverein Mönchengladbach e.V. und Hans-Jonas-Gesellschaft e.V.

  • Ausstellung: Vortrags- und Gesprächsabend
  • Ausstellungsdauer: 24. Mai 2025 um 18 Uhr
  • KünstlerInnen: MMIII Kunstverein Mönchengladbach e.V. und Hans-Jonas-Gesellschaft e.V.


Langfristiges Denken in einer kurzfristigen Welt –
Zukunft gestalten in einer sich rasch verändernden Welt

Unsere Welt ist atemlos geworden. Politische Planung spielt sich oft nur noch im Zyklus der Wahlen ab. Die mediale und digitale Informationsflut macht es schwer, über den Tag hinaus zu denken. Dennoch sind viele unserer Zukunftsaufgaben nur mit langem Atem zu bewältigen.

Wie kann man langfristiges Denken in unserer schnelllebigen Welt fördern? Was zeichnet langfristiges Denken aus?
Denken für die Zukunft im Angesicht des Klimawandels aber auch des rasanten technischen Fortschritts war das Hauptanliegen der Verantwortungsethik des Gladbacher Philosophen Hans Jonas. Sein Impuls wurde 2024 in einem wichtigen Buch des Philosophen Roman Krznaric aufgenommen: „Der gute Vorfahr. Langfristiges Denken in einer kurzfristigen Welt.“

Wir wollen mit Impulsvorträgen von Karima Hajou, Till Hüttenberger und Brigitte Vieten zu seinen Thesen und Gedanken ins Gespräch mit dem Publikum kommen.

Wann und Wo?
Am Samstag, 24. Mai um 18 Uhr im Kunstverein MMIII
in den Boetzelenhöfen, Eingang Siemensstraße 42, 41061 Mönchengladbach

Eintritt frei, Anmeldung für Planung ist erwünscht unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Für den Vorstand der Hans Jonas Gesellschaft:
Prof. Dr. Huan Nguyen und Pfarrer Till Hüttenberger

Für den Vorstand des MMIII Kunstverein Mönchengladbach e.V.:
Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter und Klaus Schmitt

Das Jahresprogramm vom Kunstverein wird gefördert vom

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Andreas Keil, Judith Anna Schmidt, Georg Schmidt

  • Ausstellung: LATITUDE
  • Ausstellungsdauer: 8. März bis 4. Mai 2025
  • KünstlerInnen: Andreas Keil, Judith Anna Schmidt, Georg Schmidt


Abbildung: Georg Schmidt „Akanthus“, Öl/Glas, 20x60cm, 2018 (Ausschnitt)

Latitude“ - diese Ausstellung führt im MMIII Kunstverein 3 Künstler:innen zusammen,
die sich seit Beginn ihrer Arbeit intensiv mit Malerei beschäftigen, speziell mit der Bedeutung von Farbe und dabei auf jede erzählerische Komponente verzichten. Alle 3 vertrauen auf die eigenständige Kraft und Ausstrahlung ihrer Malerei und deren Wirkung im Raum und auf den Betrachter. Die 3 großen Wandflächen des Kunstvereins bieten ihnen die Möglichkeit, ein intensives Spannungsfeld und einen kommunikativen Resonanz-Raum zu inszenieren.

Andreas Keil, geb. 1970 in Esslingen am Neckar, studierte von 1992-98 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 1994-98 Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
2022 CityArtist-Preis des Kultursekretariats NRW. Lebt und arbeitet in Köln.
Andreas Keil beschäftigt sich mit „Gemalter Farbe“ und versteht seine Gemälde als „Farb-Raum Kerne“. Es sind meist hölzerne Fundstücke, die er in einem langen und langsamen Prozess mit vielen monochromen Farbschichten überlagert: ein „Denkprozess mittels des Pinsels, in dem ich immer wieder aufs Neue die Essenz von Malerei auslote“. Diese meist kleinen Malerei-Objekte „dehnen ihre Konzentration über den ganzen Raum aus… konstruieren einen Raum…“ (Christian Aberle) „…und erzeugen dabei untereinander und mit dem Betrachter eine Resonanz.“ (Hartmut Rosa) - „…schaffen Schönheit als Beziehungsereignis.“ (Byung Chul Han). Der Betrachter wird zum „Dialog-Partner“.

Judith Anna Schmidt, geb. 1977 in Heidelberg, studierte von 1996-2002 in Paris, anschliessend bis 2005 in Potsdam. Studienaufenthalte in Barcelona, Karlsruhe und Gent.
Sie lebt seit 2006 auf der Rheininsel Grietherort.
In ihrem Atelier in Dinslaken arbeitet sie im (Zwischen)-Bereich von Malerei und Zeichnung und erforscht soziokulturelle Gegebenheiten und deren gegenseitige Beeinflussung. Fragestellungen von Freiheit, Macht, Verantwortung, Selbstbestimmung bestimmen ihren Arbeitsprozess und die Suche nach künstlerischen Form-Findungen.
Es geht hier um Malerei, die im Spannungsfeld der erlebten, sich aufdrängenden und der gewollten Formen stattfindet… beim Malen heisst es, mit Begrenzung umzugehen… und sich der Dramaturgie des künstlerischen Prozesses zu unterwerfen - in Beziehung setzen, inszenieren und geschehen lassen.

Georg Schmidt, geb. 1962 in Lübeck, studierte 1985 bis 89 Philosophie an der Universität Hamburg und ab 1986 an der HfbK Hamburg und der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1995 den Abschluss als Meisterschüler von Gotthard Graubner machte. Er lebt in Köln und arbeitet in seinem Atelier auf der Raketenstation Hombroich bei Neuss.
„Die Bilder Georg Schmidts offenbaren sich als vielschichtige Charaktere ihrem gegenüber (dem Betrachter) und entfalten ihre inhaltliche Tiefe im Dialog (mit diesem Betrachter).“ (Pia Bendfeld)
Seinen Arbeitsprozess beschreibt Georg Schmidt als „Spannungsfeld zwischen Zufall und Setzung“, wobei schon die erste Behandlung des Malgrundes (der Leinwand oder Glasplatte), die Vorleimung, Grundierung oder Untermalung entscheidend die weiteren Farbaufträge beim individuellen Entstehungsprozess determiniert. Dabei kann die „Farbe als Untermalung wie eine Hintergrundstrahlung im Bild als Kraftfeld wirksam sein.“ Darüberhinaus kann im weiteren kontrollierten Arbeitsprozess der „Zufall, das spontane Auftreten von Ereignissen“ wichtig werden. „Das polare Prinzip von Chaos und Struktur… und die proportionale Beziehung von Licht und Farbe… scheint mir wesentlich für den Charakter meiner Bilder“. (Georg Schmidt)

Ausstellungsansichten

Fotos: Tim Szalinski (Ausstellungsansicht MMIII, 2025) – © Andreas Keil, Judith Anna Schmidt, Georg Schmidt

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 1 342

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 10 267

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 2 319

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 3 332

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 4 360

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 5 309

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 6 0292

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 7 315

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 8 274

  • MMIII Kunstverein 2025 LATITUDE 9 272

Die Ausstellung wird gefördert von

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