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Begrüßung Stadtdirektor Wolfgang Rombey Einführung Ulrike Lua, M.
A. Ausstellung vom 06. bis 20. März 2005
Who cares – Lossau im MMIII …Dicht gedrängt standen die Besucher während
der Eröffnung in der Ausstellungshalle des MMIII und schoben sich vorsichtig an
einem schnittigen, schwarzgummierten Installationsobjekt vorbei. In der Form
erinnert es an eine Strech-Limousine, mit Moosgummi ummantelt könnte es das
Modell für eine Karosserie eines Prototyps sein. Vermeintliche
Entwicklungsskizzen hierzu sind auf dem großformatigen Gemälde an der
gegenüberliegenden Wand zu sehen. Aus unterschiedlichen Perspektiven,
aerodynamisch, schwarz glänzend, aber ohne Vorder- und Rückleuchten und
eigentlich auch ohne Räder. Die sind im Original auch nicht wirklich vorhanden.
Weiße Rollen ragen aus den Radkästen heraus und lassen so manchen Besucher an
das Vehikel der steinzeitlichen Comicfigur Fred Feuerstein denken. „Who
cares“ – was soll’s? Der 28-jährigen Düsseldorferin geht es darum, „bestimmte
Vorstellungen zu destabilisieren“. Spätestens mit der tänzerischen Show-Einlage
sind sämtliche Vorstellungsansätze aufgehoben. Mit kleiner Turnmatte, Hanteln,
Gummiband und Sprungseil ausgestattet, hüpft eine junge Gymnastik-Actrice auf
den Wagen und hält bei entsprechender Musik, mit Ansage der Schrittfolge,
rhytmische Trainingseinheiten ab. „Who cares“ – was soll’s? Vera Lossau
kombiniert unterschiedliche Materialien und Medien, fügt Performances in ihre
Installationen, die wie hier pseudo-technisierte Elemente enthalten, aber ebenso
comicartige Wandmalereien aufweisen.
An der Rückwand sind wie Sprechblasen blaue Farbfelder platziert. Zentral das
Bild eines verunglückten Autofahreres, das der Vorlage eines indischen
Verkehrsschildes entstammt. Vorher–Nachher? Von der Luxuskarosse zum Autocrash?
Wohl kaum. – „who cares.“ Im Begleitschreiben zur Einladung wird dem Besucher
die Möglichkeit angekündigt, „sich mental zu verwickeln“ – that cares.
Auszug, Rheinische Post vom 08.03.2004 (Dr.
Barbara Maiburg)

Auf der Wand gegenüber hängen neun Bilder, sie zeigen Tiere mit Masken. Was
hat es damit auf sich? Lossau: Ich habe nichts dagegen, das Ensemble als
Ahnengalerie zu bezeichnen. Den Zusammenhang mit dem Thema Auto muss der
Betrachter selbst herstellen. Tiere haben bereits auch in meinen
Videoproduktionen eine Rolle gespielt, die Masken sind Ergebnis einer
Materialentscheidung.
Auszug, Rheinische Post vom 02.03.2004 (Dr. Dirk
Richerdt)
Vera Lossau ist 28 Jahre alt, sie lebt und arbeitet in Düsseldorf. |