2015

Ausstellung zum 30jährigen Jubiläum des Atelierhauses

Ausstellungsdauer: 8. November bis 6. Dezember 2015
Eröffnung: Samstag, den 7. November 2015, um 19:30 Uhr
Begrüßung: Annette Kremer-Königs, MMIII und Hans-Jürgen Zarm, BIS
Einführung: Dr. Christian Krausch, Mönchengladbach und Adolf H. Kerkhoff, Kulturwissenschaftler DRS
Musik: Burkhard Kerkeling (Piano), Harald Stöpfgeshoff (Violine)
Finissage: Sonntag, den 6. Dezember 2015

 


 

Eine Initialzündung von immenser Bedeutung für die Stadt Mönchengladbach war 1985 die Gründung des Atelierhauses in der Steinmetzstraße 31, da diese den Grundstein für die Entwicklung der professionellen Kunstszene in Mönchengladbach legte. Als erstes Atelierhaus der Stadt trafen dort Künstlerinnen und Künstler zusammen und machten das Potenzial und die Dynamik der Szene künftig als Gemeinschaft sichtbar.

Dieses Jahr blickt das Atelierhaus nun auf eine 30-jährige Geschichte zurück, ein Jubiläum, das gebührend gefeiert werden will und soll. Am 7. November ist das BIS-Zentrum als Veranstalter daher mit der Ausstellung „Steinmetzstraße“ zu Gast im MMIII Kunstverein. Präsentiert wird eine Gruppenschau mit all denjenigen, die von damals bis heute im Atelierhaus gearbeitet haben. An der Ausstellung sind die folgenden Künstler und Künstlerinnen beteiligt: Christiane Behr, Rita Blumenthal, Stefan Demary, Georg Ettl, Ulla Grigat, Wolfgang Hahn, Norbert Herlet, Ellen Katterbach, Heiner Koch, Ulle Krass, Maria Lehnen, Johanna L`Hoest, Wolfgang Mally, Angel Richter, Klaus Schmitt und Brigitte Zarm.

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WIPE THE WINDOWS    CHECK THE OIL

Ausstellungsdauer: 6. September bis 18. Oktober 2015
Eröffnung: Samstag, den 5. September 2015, um 19:30 Uhr
Einführung: Sabine Elsa Müller, Köln
Finissage: Sonntag, den 18. Oktober 2015

 


 

tec
Styropor, Waschbeton mit Muscheln / ca. 670 x 450 x 120 cm

WIPE THE WINDOWS CHECK THE OIL / Kunstverein Mönchengladbach, 2015



Das Motiv der Einladungskarte zeigt einen Schnappschuss durch die Windschutzscheibe in einer Autowaschanlage. Es gibt kaum etwas Profaneres als eine Autowaschanlage, aber mit den schillernden Lichtreflexen und verschwimmenden Grau- und Türkisabstufungen wächst der ästhetische Eindruck weit über das Faktische des Gegenstands hinaus. Der besondere Blick setzt sich mit den Gegebenheiten auseinander und stellt Bezüge her, die das, was da ist, in einem neuen Licht erscheinen lassen.



Der Bildhauer Götz Arndt befindet sich in einem andauernden Dialog mit den Gegebenheiten des zivilisatorischen Raumes. Die als Ausstellungshalle genutzte Industriearchitektur des Mönchengladbacher Kunstvereins wird ebenso auf ihre spezifischen Eigenschaften der Raumdurchdringung und Raumbildung untersucht wie die Wege, Plätze und Architekturen in seinen vorausgegangenen Werken. Arndt arbeitet die Zweiteilung der Halle mit zwei formal sehr unterschiedlichen Interventionen heraus, die am Ende als sich ergänzende Bilder eines zusammenhängenden Prozesses zur Synthese finden.



Beim Betreten der Halle stellt sich tec dem schnellen Durchschreiten des Raumes entgegen. Mächtige weiße Volumen gruppieren sich auf dem Boden um einen der Pfeiler, mittels derer die eingezogene obere Ebene getragen wird. Mit ihrer weißgleißenden Farbe, ihren scharfkantigen Formen und dem feinen Relief der kristallinen Oberflächen erinnern sie unmittelbar an Eisschollen. Gegen diese erzählerische Konnotation arbeitet die strenge, im rechten Winkel ausgerichtete Positionierung rechts und links einer Mittelachse, die bündig mit der Raumgrenze der oberen Ebene zusammenfällt. Die forcierte Anbindung an die Architektur vertieft die Ambivalenzzwischen naturnaher, gar mit Pathos erfüllter Ausstrahlung und der wahren Natur des Materials. Es handelt sich um Styropor, ein in der Bauindustrie nicht mehr wegzudenkendes Erdölprodukt.

Als buchstäblich tragende Elemente der Installation dienen die Styroporkörper als Sockel, Basis, Hintergrund, Kontrast für ganz anders geartete, im Gegensatz dazu fast fragile Formen. Flache, geknickte und gewellte Bänder verteilen sich wie verstreute Teilstücke eines zusammenhängenden Bandes über die Anordnung, verlängern ihre Energie hervorkragend in den Raum, stellen Verbindungen her oder scheinen sie wie Gewichte zu verankern. Diese Bänder verfügen über eine Ober- und eine Unterseite: der kleinteilig-scharfkantigen Oberfläche aus hunderten von Muschelschalen steht eine vergleichsweise glatte Beton-Unterseite gegenüber. Ihre Entstehung verdankt sie einem nach dem Prinzip von Waschbeton entwickelten Verfahren, bei dem statt Kiesel Muschelschalen verwendet wurden. Sie stellen nicht nur das Augenmerk auf die Eigenart des Materiellen, die Gegensätze in der Form, Farbigkeit, der Oberflächen, lastender versus bewegter Elemente usw. heraus, sondern definieren durch ihren fragmentarischen Charakter auch die Zusammenhänge zwischen der gesamten Anordnung. Wie sich hier eine Form als Abguss mit zwei unterschiedlichen Seiten zeigt, die auf einen jeweils anders positionierten Zwilling verweist, so unterstreichen diese „Krücken“ auch den inneren Zusammenhang der Styroporformen: Es zeigt sich, dass auch sie aus einem großen Block entstanden sind, zu dem sie sich wie Positiv- und Negativformen wieder zusammenfügen ließen.


Die Installation tec, deren Titel sowohl mit Technik, als auch mit Tektonik assoziierbar ist, wird gleichermaßen durch Ordnung und Chaos bestimmt. Ungeheure Kräfte scheinen am Werk gewesen, um die großen Volumen zu sprengen und mit den schweren Betonkeilen zu verkanten, die wie organische Schichten aus einem sedimentierten Erdzeitalter an die Oberfläche geschleudert wurden.


Sabine Elsa Müller

 


Ausstellungsansicht, TEC, Foto: Stefan Sturm (Parterre)

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Wir nehmen teil und freuen uns auf Ihren Besuch.

Samstag, 19.09.2015, 13 - 18 Uhr
Sonntag, 20.09.2015, 11 - 18 Uhr

 

Glotzt nicht so romantisch!

Ein Ausstellungsprojekt von Studierenden des Studienganges Kulturpädagogik und Kulturmanagement (MA) der Hochschule Niederrhein (Fachbereich Sozialwesen)

Ausstellungsdauer: 4. Juli bis 25. Juli 2015
Öffnungszeiten: Do 17 – 21 Uhr | Sa + So 12 – 15 Uhr
Eröffnung: Freitag, den 3. Juli 2015 um 19.00 Uhr
Begrüßung: Klaus Schmitt, MMIII Kunstverein Mönchengladbach
Dr. Gert Fischer, Beigeordneter für Bildung, Kultur und Sport der Stadt Mönchengladbach
Prof. Dr. Michael Borg-Laufs, Hochschule Niederrhein, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen
Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender, Hochschule Niederrhein
Einführung: George Grosz Projektgruppe

 

Abbildung: © The Estate of George Grosz, Princeton New Jersey, USA © 2012 ,The big No‘ A Hayward Touring Exhibition; Titel: Zitat aus Bertolt Brecht „Trommeln in der Nacht“, 1922

 

…sich nicht in Schwärmereien zu verlieren, wo Widerstand und Kritik gefragt sind. Dieser Satz aus Brechts Drama „Trommeln in der Nacht“ beleuchtet die etwas andere Seite der „Goldenen Zwanziger“, die auch in Grosz‘ satirischen Zeichnungen schonungslos dargestellt wird: Macht, Welt- und Selbstentfremdung, Sexualmord, Kriegsvorahnungen, Entfremdung und Schnelllebigkeit der Großstadt. Für seine provokanten Zeitdokumentationen der 1920er Jahre von Oligarchen, Verklemmten und Nationalsozialisten verschmäht, verachtet und verfolgt – vom Proletariat und Freigeistern bewundert und gefeiert: Georg Grosz (1893-1959), Mitbegründer des Berlin-DADA, gilt bis heute als einer der schärfsten Beobachter Berlins der Zwischenkriegsjahre. Zehn Studierende des Masterstudiengangs Kulturpädagogik und Kulturmanagement am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein kuratieren im Rahmen eines Seminars die Ausstellung. Gemeinsam mit Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender und dem in London lebenden Künstler und Kurator Lutz Becker erarbeiteten die jungen Frauen das Projektkonzept.

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Rahmenveranstaltung der
Architektenschaft Mönchengladbach e. V.
zum diesjährigen Tag der Architektur der AKNW

Samstag den 27.06.2015
 

Die asmg (Architektenschaft Mönchengladbach e.V.) veranstaltet am diesjährigen "Tag der Architektur", Samstag den 27.06.2015, eine Fotoausstellung in Kooperation mit dem Kunstverein MMIII.

Architekten aus Mönchengladbach präsentieren zu verschiedenen Themen Fotografien aus besonderen Blickwinkeln, Ausschnitte und Details ihrer Bauten.

Dieser besondere Ansatz spiegelt sich auch in der Ausstellung von Sebastian Dannenberg, der sich mit "Orten" künstlerisch auseinandersetzt und die gleichzeitig in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins gezeigt wird.

Die Architektenschaft, eine Zusammenschluss freier Architekten in Mönchengladbach, lädt ab 16.00 Uhr zu einem Vortrag zur Ausstellung und Diskussion ein.

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WIR MACHEN MIT!

Kulturmarkt im und am Theater Mönchengladbach

EINTRITT FREI!

 

Samstag, 13. Juni 2015, 15 bis 22 Uhr
Der Stand des MMIII befindet sich im Foyer und kann ab 16 Uhr besucht werden.

Rund 40 Akteure, Vereine und Institutionen der Mönchengladbacher Kulturszene finden sich zum 1. Kulturmarkt am Theater Mönchengladbach (Odenkirchener Straße 78) zusammen. Es gibt ein Programm auf vier Bühnen und jede Menge Aktionen für Kinder und Erwachsene. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Der MMIII beteiligt sich mit einem Infostand und zeigt Künstlerfilme.

 

 

Einen Programm-Flyer mit weiteren Informationen können Sie hier downloaden.

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the amazing GREY

Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 7. Juni 2015, verlängert bis 14. Juni 2015
Eröffnung: Samstag, den 9. Mai, um 19:30 Uhr
Einführung: Sebastian Schneider, Frankfurt
Finissage: Sonntag, den 14. Juni 2015

 

 

Sebastian Dannenberg wurde 1980 in Bottrop gebohren, studierte Kunstpädagogik in Ottersberg, im Anschluß 2008 bis 2012 an der Akademie der Bildenden Künste bei Leni Hoffmann und von 2012 bis 2015 an der Hochschule für Künste in Bremen bei Stephan Baumkötter (Meisterschüler). Sebastian Dannenberg beschäftigt sich mit Malerei, mit ihren strukturellen Grundbedingungen, mit ihrer Wirkung auf der Fläche, im Raum, in Architektur.

 


„LEFT BLANK“, Bremer Kunstfrühling, 2014, Lack auf Wand, Holz, 3 x 10 m

 

Im Mittelpunkt seines Interesses steht dabei die Frage nach dem „Dahinter“. Die „Schauseite“ seiner Arbeiten verbirgt mehr als sie preisgibt – So schafft er den Spagat einer zeitgenössischen Position der Malerei zwischen Illusion und Autonomie. Dabei strahlen eine Arbeiten bei aller Vielschichtigkeit und Dichte humorvolle Offenheit aus und offenbaren einen kompositorischen Witz auch aufgrund ihres Spiels mit dem Provisorium. Sebastian Dannenberg gelingt es , sein Medium von vielen Seiten zu denken, ohne dessen zentrales Wesen aus dem Auge zu verlieren: „Ich bin Maler“. (Textfragment nach Leon Hösl: „For Edward And Blinky“)

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Continuum

Ausstellungsdauer: 22. März bis 26. April 2015
Eröffnung: Samstag, den 21. März um 19:30
Einführung: Marita Kolster, Köln
Finissage: Sonntag, den 26. April 2015

 

 

Ausstellungsansichten, Foto: Klaus Schmitt.

 

Karin Hochstatter baut skulptural-räumliche Arrangements aus Plastikmaterial. „Akkumulations-Cluster“ im Raum aus meist alltäglichen, billigen Produkten, die sich zu komplexen Großkörpern verbinden. Im MMIII realisiert Karin Hochstatter eine temporäre Rauminstallation, in der sich Skulptur, Videoprojektion, Fotografie, Fläche, Raum und Zeit zu einem synästhetischen Continuum vermischen. Eine Ausstellung in der Zwischendimension, changierend zwischen Fläche und Raum, zwischen Objekt und Projektion, Abbild und Bild. In die Blickachsen Gehängtes, Vor-Hänge, teils Schutz des Raumes, teils Störung und Zersetzung des Raumes, Einblicke, Durchblicke, Kammern, Zelte – Zusammenhänge. Auf und durch Streifenvorhänge projizierte Videos im Zwielicht, Wandinstallationen mit „Blickschnipseln“, Rollenskulpturen für bewegte Raumerfahrung – ein offenes, bewegtes Raumszenario.

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