2014

Dark Star

Ausstellungsdauer: 26. Oktober bis 23. November 2014
Eröffnung: Samstag, 25. Oktober, um 19:30 Uhr
Einführung: Dr. Christian Krausch, Kurator der Ausstellung

Seit mehreren Jahren greift Rainer Eisch auf die Möglichkeiten eines 3D-Computerprogramms zurück, wie es in Wissenschaft, Forschung und Filmindustrie zum Einsatz kommt. Anders aber als dort, nutzt der Künstler die Technik nicht, um Realität auf digitalem Weg zu simulieren. Eher gegenteilig strebt Eisch nach einer gezielten Verunklärung des Sichtbaren, was Fragen nach den Möglichkeiten und auch Grenzen digitaler Medien nach sich zieht. Motivation ist dabei die bewusste Entfernung von den Formen aktueller 3d-Ästhetik hin zu einer an die Fantasie und geistige Kreativität der Betrachter gekoppelten Wahrnehmung.


Für den Kunstverein MMIII ist, neben weiteren aufwändigen Werken, die titelgebende große Wandarbeit „Dark Star“ entstanden, die an ein Strahlengeflecht verschiedener Sternenkonstellationen erinnert. Tatsächlich handelt es sich um ein Ergebnis komplexer mathematischer Berechnungen, die vom Künstler nach gestalterischen Erwägungen initialisiert worden sind. Die Wahl des Sterns als Motiv ist in seiner Universalität und Bekanntheit begründet, da es kulturübergreifend bei der Betrachtung als Impulsgeber der Fantasie funktioniert. Dass die Ergebnisse und auch Erkenntnisse dieser Sichtweisen dabei immer verschieden ausfallen, liegt an den variierenden Erfahrungswerten der Betrachter. Es ist genau diese Spanne an Erkenntnissen, die Rainer Eisch veranlasst, scheinbar vertraute, letztlich aber nicht eindeutigen Arbeiten zu entwickeln. Nicht das, was sich tatsächlich zeigt, ist das Thema von Eischs Kunst, sondern das, was assoziativ im Kopfe des Betrachters daraus entsteht. (CK)

Rainer Eisch (*1967 in Thun/Schweiz) lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Es erscheint eine Edition.

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ghosts

Ausstellungsdauer: 6. September bis 5. Oktober 2014
Eröffnung: Samstag, den 6. September, um 19:30 Uhr
Einführung: Dr. Peter Lodermeyer, Bonn, Kurator der Ausstellung
Finissage: Sonntag, den 5. Oktober 2014

 

Die Ausstellung „ghosts“ ist die bisher umfassendste Präsentation von Rollin Beamishs aktuellen Bilderserien „gorgon“ und „post-human“. Diese mit Graphit auf Leinwand bzw. Papier gefertigten umfangreichen Zeichnungsserien umfassen u. a. virtuose, freihändig nach Vorlagen aus dem Internet gezeichnete Portraits von Politikern, Philosophen, Wissenschaftlern, Filmfiguren, aber auch von Tätern und Opfern politischer und militärischer Gewalt. In Kombination mit installativen Elementen sowie mit Wand- und Bodentexten bilden sie ein inhaltlich und formal komplexes, raumspezifisch arrangiertes Gesamtwerk, das vielfältige Fragen über den Zustand unserer gegenwärtigen Gesellschaften und die Rolle der Kunst darin aufwirft.

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IMAGELIGHTSOUNDSPACE / PROJECT
Konzept: Tilman

Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 22. Juni 2014
Eröffnung: Samstag, den 24. Mai 2014 um 19.30 Uhr
Einführung: Heidi Ballet, Brüssel / Berlin

(Foto: Tilman)

 

Künstler/Kurator Tilman Hoepfl (geb. 1959 in München) war 1998 neben Petra Bungert Mitbegründer des CCNOA (center for contemporary non-objective art) in Brüssel und dessen künstlerischer Leiter.

Zwei der dort aktiven Künstler lädt er zu einer gemeinsamen Ausstellung im MMIII Kunstverein Mönchengladbach ein: Greet Billet, geb. 1973 in Leuven, sie lebt in Brüssel und lehrt dort am Sint-Lukas College. Sie arbeitet mit farbigen transluziden Folien im Raum und untersucht die subjektive und objektive Bedeutung von Farbe und Licht in digitalen und analogen Medien.

Kjell Bjørgeengen, geb. 1951 in Oslo, steuert eine Video-Projektion bei. Durch externe technische und musikalische Manipulationen entstehen bewegte Raster und Strukturen von abtrakt-malerischer Qualität.

Tilman (als Künstler benutzt er nur seinen Vornamen) baut farbig bemalte, raumgreifende „Stellagen“, die sich mit den Dreiecksformen der Shet-Dächer befassen, integrative Verbindungen formulieren und Beziehungen zum Raum erfahrbar machen. Was sehen wir, wie funktioniert unsere Wahrnehmung, was ist letztlich ein Bild?

Die von diesen 3 Künstlern thematisierten Fragen schwingen durch einen „ImageLightSoundSpace“ auf der „Bühne“ MMIII Kunstverein Mönchengladbach.

 

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Mönchengladbacher Kulturnacht nachtaktiv 14

10. Mai 2014
4 quartiere – 1 nacht
Eintritt: 10/7 Euro
www.nachtaktiv-mg.de
Hashtag: #namg

 

MMIII im HUMA
Annebarbe Kau | Video und Livemusik

20:00 | 21:00 | 22:00 Uhr
Kau/Zelinsky/Smeyers – Windabgeworfenes Licht (UA) und Videolied rot. Video und Livemusik
Stift. Hum. Gymnasium | Aula | Abteistraße 17, 41061 Mönchengladbach

 

Zur Mönchengladbacher Kulturnacht „nachtaktiv 14“ am Samstag, 10. Mai 2014
präsentiert der MMIII Kunstverein Mönchengladbach

Annebarbe Kau – Windabgeworfenes Licht (UA) und Videolied rot

 

MMIII im HUMA
Der Kunstverein MMIII gastiert zu nachtaktiv am Abteiberg und präsentiert in der Aula des Stift. Hum. Gymnasiums die Kölner Künstlerin Annebarbe Kau mit einer interdisziplinären Uraufführung von Video und Musik. Ihr Video „Windabgeworfenes Licht“ (2014) ist eine Zeichnung in der Zeit. Aus Beobachtungen und Überlagerungen alltäglicher Gegebenheiten verdichten sich die Bilder (z.B. Äste, Bäume im Wechsel mit Farbflächen) zu einer spielerischen Komposition.
Dies nimmt das Klarinetten-Duo Beate Zelinsky und David Smeyers auf und setzt es in Musik um: ein synästhetisches Erlebnis. Das „Videolied rot“ zeigt das Bild einer roten Blume, die sich leise im Wind bewegt, vom selben Motiv überblendet, „überholt“ wird. Dieses Video wurde 1998 produziert und wird nun zum ersten Mal von dem Klarinetten-Duo Beate Zelinsky und David Smeyers musikalisch live interpretiert.

 

ANNEBARBE KAU
Annebarbe Kau lebt als bildende Künstlerin in Köln. 1985 wurde sie Meisterschülerin von Prof. Nam June Paik, Kunstakademie Düsseldorf. Sie hat verschiedene Preise und Stipendien erhalten, z.B. 1988 den Förderpreis des Landes NRW mit dem Videoband „Caina“ und im Jahr 2000 Artist in Residence in der International Art Village Akiyoshidai, Japan. Ihre Videoarbeiten sind unter anderem vertreten in den Sammlungen des Kunstmuseum Bonn, Kunsthaus Zürich und Musee d`Art Contemporain de Montreal, Kanada. A. Kaus Videokunst zeichnet sich durch ein besonderes Verhältnis von Bild und Ton aus. Ihr neues Band „Windabgeworfenes Licht“ sieht zwei Musiker vor, die es live spielen. Das Videoband ist Partitur. www.AnnebarbeKau.de

 

DAS KLARINETTENDUO BEATE ZELINSKY / DAVID SMEYERS
Die beiden Klarinettisten arbeiten seit 1980 als DAS KLARINETTENDUO zusammen und haben seitdem durch ihre Kooperation mit Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen das Repertoire für diese Besetzung (Instrumentarium von Hoch-As-Klarinette bis Kontrabassklarinette) um über 40 neue Duos erweitert, in den letzten Jahren auch um Doppelkonzerte von A. Hölszky, A. Ingólfsson und N. Brass. Auftritte bei zahlreichen Festivals, Konzerte in vielen Ländern Europas sowie den USA, Kanada und Japan, Produktionen für deutsche und ausländische Rundfunkanstalten und Tonträger (zuletzt die Duo-CD „Annäherung/Abweichung“ bei edition zeitklang und das Doppelkonzert „Zeit im Grund” von Nikolaus Brass bei NEOS). Aktuell arbeitet Samir Odeh-Tamimi an einem neuen Doppelkonzert. www.das-klarinettenduo.de

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rough cuts

Ausstellungsdauer: 23. März bis 4. Mai 2014
Eröffnung: Samstag, den 22. März 2013 um 19.30 Uhr
Einführung: Rick Vercauteren, Direktor des Museum van Bommel van Dam, Venlo

(links: Claudia Desgranges, Farbskizze 2014 / Ausschnitt, Foto: Carl Victor Dahmen, Köln; rechts: Paul Schwer „Neuschnee“ in „Spaces“, Kunstraum Alexander Bürkle, Foto: Bernhard Strauss, Freiburg)

 

Im MMIII: Gelungene Kombi aus Papier und Stahl
Manch ein Ausstellungsraum fordert den Künstler ja geradezu heraus. Nimmt er die Herausforderung an, entsteht etwas ganz Besonderes. In der aktuellen Ausstellung des MMIII stellen sich gleich zwei Künstler dieser Herausforderung.

 

Von Sigrid Blomen-Radermacher
Claudia Desgranges, geboren 1953 in Frankfurt, und der 1952 im Schwarzwald geborene Paul Schwer. Sie kennen einander, was es ihnen erleichterte, ein grobes Konzept für ihre gemeinsame Ausstellung in der alten Fabrikhalle zu entwickeln. Claudia Desgranges gehört zu der Gruppe der Farbfeldmaler, während Paul Schwer Rauminstallationen erarbeitet. Beide Künstler zeigen also wirkmächtige, dominante Arbeiten. Ihr Zusammen-spiel im MMIII jedoch ist harmonisch, bezieht sich trotz aller Unterschiedlichkeit aufeinander und tritt in einen Dialog miteinander. Schwer verleitet den Besucher, von der Straßenebene aus sogleich auf die Empore zu steigen.
Unten nämlich sieht man Platten, bemalte Neonröhren, die sich einen Weg durch die Decke nach oben arbeiten. Dort erwartet den Besucher dann eine gewaltige und dennoch leichte, gerasterte Holz-Konstruktion aus Dachlatten und Neonröhren, die sich von der oberen Decke aus verbogen, deformiert, verschoben bis auf den Boden (und in ihren Ausläufern bis ganz unten) erstreckt. Von der Konstruktion fällt der Blick auf die 100 Papierarbeiten von Desgranges an der Wand dahinter.
Sie könnten glatt aus der Rasterung entsprungen und eine andere Form und Gestalt angenommen haben. Von den Farbfeldern, gemalt auf Fotopapieren, gemalt in leuchtenden, teils gar grellen Farben, in Schichten verstrichen, springt der Blick wieder zurück auf eine weitere Bodenskulptur von Schwer: In einem Stahlgerüst liegt eine ehemals flache, bemalte Acrylplatte. Diese ist deformiert und in ihrer Deformation geradezu beweglich geworden – eine direkte Antwort auf die 100 Blätter von Desgranges.
Dass die Vernissage am Samstagabend von Viren durchzogen war – der angekündigte Redner Rick Vercauteren, Direktor des Venloer Museum van Bommel van Dam fehlte wegen einer Erkrankung – tat der angenehmen Atmosphäre keinen Abbruch. Klaus Schmitt fand eine elegante "Not-Lösung" und zitierte im gut gefüllten Kunstverein zur Einführung in das Werk der beiden Künstler aus Katalogtexten über sie.

 

Claudia Desgranges, 1953 in Frankfurt/Main geboren, studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf/Abt.Münster, sie lebt und arbeitet in Köln und München. Aktuelle Ausstellungen: re:set, Kunsthalle Recklinghausen, bis 13.04.2014. www.kunst-re.de und: update, Landesmuseum Bonn, 09.04.–01.07.2014.
www.claudia-desgranges.de

 

Paul Schwer, 1951 in Hornberg geboren, studierte als Meisterschüler von Erwin Heerich an der Kunstakademie Düsseldorf und war gleichzeitig Arzt für Kinder und Jugendpsychatrie. Er unterrichtete an der Kunstakademie Münster. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf. Weitere Informationen siehe auch: www.piartworks.com, www.galerie-holtmann.de und bugdahnundkaimer.com
www.paulschwer.de