2004

Gruppenausstellung

Ausstellungsdauer: 4. Dezember und 5. Dezember 2004
Eröffnung: Samstag, den 4. Dezember 2004
Einführung:
Finissage: Sonntag, den 5. Dezember 2004

 

 

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Predator

Ausstellungsdauer: 7. November bis 28. November 2004
Eröffnung: Samstag, den 6. November 2004
Einführung: Susanne Titz, Museum Abteiberg Mönchengladbach
Finissage: Sonntag, den 28. November 2004

 

 

…Und nun das! Im Kunstverein Mönchengladbach herrscht auf den ersten Blick die absolute Leere. Als Rauminstallation ist Stefan Demarys "Predator" angekündigt. Wer den Trophäenjäger aus dem All versus Alien aus dem Film und die unausweichlichen Folgeerscheinungen in der Spielzeugwelt kennt und folgerichtig auf deren Anwesenheit in Stefan Demarys wie gewohnt unbetitelter Rauminstallation spekuliert, sieht sich getäuscht. Da nun aber niemand in das Gewerbegebiet, in dem sich der Kunstverein vor einem Jahr ansiedelte, fährt, um nichts gesehen zu haben, sucht man den leeren Raum etwas genauer ab. Schließlich weiß der Kenner um so manchen Dreh in der zeitgenössischen Kunst von Yves Kleins "Vide" bis Slominskis Fallenstellerei, um sich wider alle Trägheit doch an die Entschlüsselung des Nichts zu machen.

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Prospekt

Ausstellungsdauer: 12. September bis 26. September 2004
Eröffnung: Samstag, den 11. September 2004
Einführung: Angelika Roosen, Bergisch Gladbach
Finissage: Sonntag, den 26. September 2004

 

Ausstellung vom Angezogen von der Lichtflut der Farben: Franz Goebel im MMIII Farbe über Farbe – einen Farb-“Prospekt“ spezifischer Natur zeigt der Düsseldorfer Künstler Franz Goebel derzeit im Mönchengladbacher Kunstverein MMIII. Spezifisch auch die gestalterische Technik: Über dünne Aluminiumbleche lässt Franz Goebel vielzählige (fünf bis 30) Schichten stark verdünnter Acrylfarbe fließen, meist denselben Farbton wiederholend oder in leichten Nuancen ergänzend. Pigmente überlagern sich. Es kommt zur Intensivierung der Farbe. Doch wo eine monochrom verdichtete Farbfläche vermutet wird, entwickelt sich entgegen aller Erwartung ein lichter Farbraum. Raum für Imagination, auch Raum der Ruhe.
Goebel beschreibt es als „sanfte Form der energetischen Äußerung. Wie ein tiefes Einatmen oder Luftanhalten, wenn man etwas Besonderem gegenüber tritt.“ Für diese Wirkung wählt er verhaltene, warme Farbtöne aus, vermag aber ebenso den Signalfarben, wie einem frischen Rot, jene losgelöste Eigenart zu entlocken. Die Farben – Rot, Gelb, Grün, Blau, Grau – wiederholen sich, sind aber nie gleich. Durch den willkürlichen Fluss, die unterschiedliche Haftung changieren die Farbschichten. Eine beruhigende Strahlkraft scheint sich von innen freizusetzen.

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"Geschmack der Farben"

Ausstellungsdauer: 4. Juli bis 11. Juli 2004
Eröffnung: Samstag, den 3. Juli 2004
Einführung: Dr. Christian Krausch
Finissage: Sonntag, den 11. Juli 2004

 

 

Aktion Farben Essen

Christine Bernhard ließ uns Farben schmecken: Feine Gemüse vom achteckigen Buffettisch waren so zubereitet und zusammengestellt, dass ihre Farben und ihr Geschmack höchste Intensität mit ursprünglichen leckeren Aromen entfalteten. Gemüse- und Fruchtsäfte waren in Glaskaraffen auf einem anderen Tisch aufgestellt, so dass ihre gläsern glänzende Buntheit durch den Raum leuchteten.

Während wir also „Farben“ aßen, an den exotischen bis bitteren Säften nippten und uns mit den Gästen unterhielten, wanderte der Blick über die Wände mit den großformatigen Papierarbeiten. Hier wird eine ganz andere Seite von Christine Bernhards Arbeit sichtbar. Die Farben hier sind auch aus Gemüsen und Früchten gewonnen. Sie erscheinen als gestisch hingeschleuderte Saftflecken, seriell angeordnet oder fast schon minimalistisch in großen Farbkreisen neben - und untereinander angeordnet. Die strenge Struktur gibt den blassen Farben einen gewissen Halt, der Gesamteindruck ist fragil. Wo also auf der einen Seite der Prozess der farbenfrohen Einverleibung und das dazugehörige gesprächige Miteinander gefeiert wird, schaut von den Papierarbeiten die Empfindlichkeit und Vergänglichkeit dieses besonderen „Kunstmaterials“ auf den Betrachter. Es zeigt ein memento mori, ist ber
auch Verweis auf die Schutzbedürftigkeit unserer natürlichen Nahrungsmittel.

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T.T.T. oder T.N.T

Ausstellungsdauer: 9. Mai bis 13. Juni 2004
Eröffnung: Samstag, den 8. Mai 2004
Einführung: Text mit dem Titel „Saaltext“ von Jens Peter Koerver
Finissage: Sonntag, den 13. Juni 2004

 

 

Im vielgliedrigen, zahlreiche Medien und Gattungen nutzenden Werk Horst Münchs sind Herrschaft, Macht, Gewalt und Krieg von Anfang an zentrale Themen. Die T.T.T.oder T.N.T. betitelte Ausstellung im Kunstverein Mönchengladbach konzentriert sich auf seit dem Jahr 2001 entstandene Arbeiten, die vom 11. September und seinen bis heute nicht absehbaren Konsequenzen angestoßen wurden. Trotz dieser Bindung an gegenwärtige Ereignisse sind weder die Malerei aus der Serie Der Schiefe Blick noch die drei im Mittelpunkt der Ausstellung stehenden Skulpturen T.T.T. oder T.N.T. I – III ideologische Illustrationen oder eindimensionale Kommentare zu religiös motiviertem Terror oder Krieg. Vielmehr bietet Horst Münch mit seinen Arbeiten eigensinnige und mehrdeutige Modelle einer unanschaulichen, unüberschaubaren Wirklichkeit; Modelle, die zugleich auch immer Kunstwerke eigenen Rechts sind.

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JA Moenchengladbach „it is you. (that counts) (most)“

Ausstellungsdauer: 28. März bis 2. Mai 2004
Eröffnung: Samstag, den 27. März 2004
Einführung: Claudia Seidel, Kunstsammlung DaimlerChrysler
Finissage: Sonntag, den 2. Mai 2004

 

 

…ein wenig atemlos – vielleicht sogar etwas aufgelöst, stehen wir hier nun alle zusammen: Hier an diesem Ort, auf einer abfallenden Ebene, die nach dem Willen der Künstlerin Simone Westerwinter so eingebaut und mit einem Teppich in Karomuster ausgelegt wurde…  vergegenwärtigen wir uns nochmals das eben Geschehene:

Auf höfliche und motivierende Einladung der Künstlerin haben wir uns GEMEINSAM zu einer Polonaise zusammengeschlossen, die die Räume des Kunstvereins komplett in Beschlag genommen hat…zwischen ausgelassenem Vergnügen und sozialem Zwang, bewegen uns zwischen Disco und Bierzelt, Bushaltestelle und Stau, militärischer und militanter Disziplinierung. Die Aktion ist die künstlerische Analyse eines Ordnungswillens, der dem Menschlichen implizit gegeben scheint…

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